Über uns Unternehmen Organisation Verbindungen Neuigkeiten Angebote Rückmeldung
Startseite Über uns Geschichte

Über uns


Grundsätze Geschichte Kulturgüter

Mobiltelefonnummern Kontakt Route nach Poitschach Unternehmensform Übersicht Impressum

Geschichte

Eisenverarbeitung

ältester Plan von Poitschach 1761 - das Original wurde kürzlich gefunden

Die Grundlagen der Entwicklungsgeschichte waren die Energieressourcen der Wasserkraft und des Holzvorkommens.

Das Holzvorkommen im Hinterland wurde vorwiegend zur Erzeugung von Holzkohle genutzt, wie auch heute noch viele Spuren zeigen.

Seit mindestens 1591 wurde ein Hammerwerk, welches zum Stift Ossiach gehörte, betrieben.

Fast 300 Jahre lang war die Eisenverarbeitung von Erz aus Hüttenberg prägend für den Ort. Es gab Hammerwerke, Nagelschmieden, Drahtziehereien und vieles mehr.

Vielfältige Besitzwechsel spiegeln die häufig unstabile Wirtschaftslage wider.

Vom Eisen zum Papier

Alex Ebner

Käufer und Errichter des 'neuen Poitschach' zwischen 1870 und 1890

Die Poitschacher Eisenwerke waren längst unrentabel und wurden 1870 versteigert.

Alex Ebner, ein Apotheker und Mühlenbesitzer aus Spittal a.d.Drau, kaufte den maroden Kernbetrieb und bis zu seinem Tod 1890 weitere Besitzteile, Huben und Industrien.

Binnen dieser Frist von 20 Jahren wurde die gesamte Industrie komplett auf die Herstellung von Papier und Pappe mit 3 Holzschleifereien und einer Papierfabrik umgestellt.

Die Wasserkraftnutzung wurde modernisiert und so gab es schon vor der Jahrhundertwende erste elektrische Generatoren und Beleuchtung (1885).

Papiere aus Poitschach wurden bis Indien und China exportiert.

Vom Papier zur Urproduktion

Marie Zsak

Vom Onkel an die Nichte - 1890 bis 1938

Marie Zsak übernahm nach dem Tod von Alexander Ebner den Betrieb und führte ihn bis 1938.

In den Jahren 1922-23 wurden viele Anlagen modernisiert und so 2 neue E-Werksturbinen samt Generatoren und eine Hochspannungsverbindungsleitung zwischen den E-Werken, den Fabriken und dem Sägewerk errichtet.

Der Fabriksleiter Sebastian Taucer führte die Industriebetriebe bis in die 30er-Jahre. In den Wäldern wurden großflächige Schlägerungen zur Versorgung der Industrie durchgeführt.
Das Holz diente nun nicht mehr als Energieträger sondern als Rohstoff für die Sägeindustrie und Holzschleiferei.

Durch die Weltwirtschaftskrise 1930 und den chinesisch-japanischen Krieg (1936) kam das Exportgeschäft völlig ins Stocken. Der Betrieb war schon mehrere Jahre nicht mehr rentabel zu führen.

Konzentration auf den Kern

Josef Albrecht Senitza

der Enkel muß sanieren

Nach dem Tod von Marie Zsak übernahm deren Enkel Josef Albrecht Senitza, ausgebildeter Landwirt, der aus einer Vordernberger Bergwerkerfamilie stammte, 1938 den Betrieb.

Es wurden allmählich unrentable Betriebszweig abgebaut. Die Papierfabrik war im 2.Weltkrieg enteigent und in eine Flugzeugfabrik umgerüstet worden.

In Betrieb blieben das Sägewerk, eine Holzschleiferei und 4 Wasserkraftwerke.

Um die Schulden abzubauen, wurden Betriebsteile verkauft und in sparsamer Weise ein Wiederaufbau der Waldbestände und Intensivierung der Landwirtschaft durchgeführt worden.

Es wurden damals schon Mischbaumarten (Buche, Tanne) gefördert oder wiedereingebracht. Die Landwirtschaft bestand aus Michwirtschaft und Ackerbau mit Getreide, Mais, Zuckerrüben, Tabakanbau und vielem anderen. Der Großteil der Produktion wurde zur Versorgung von Vieh (Rinder, Schweine) und Mensch verwendet.

Vom Vater zum Sohn

Nach seinem Tod übernahm 1963 der Sohn DI Dietrich Senitza, ausgebildeter Forstwirt, den Betrieb.

Die Waldbestände wurden gepflegt und aufgebaut, die Landwirtschaft modernisiert.

Die unrentable Holzschleiferei wurde bald stillgelegt, das Sägewerk noch bis 1970 weitergeführt.

Nach allmählichem Abbau der Mitarbeiter und der Auflassung der Milchproduktion konzentrierte sich der Betrieb voll auf Land- und Forstwirtschaft. Die historischen Gebäude und Anlagen wurden als Ballast gesehen, Investitionen waren auf ein Mindestmaß reduziert.

Dieter Senitza übergab den Betrieb 1992 an dessen Sohn Eckart.

Rückblicke bieten Einblicke

Zurück

Historische Ansichten

Weiter

Druckbare Version